Handball
Die Handballabteilung nimmt in der Spielzeit 2012/2013 mit 9 Senioren- und 11 Jugendmannschaften am Spielbetrieb teil, dazu können sich bei den Minis auch die Kleinsten mit dem Handballsport anfreunden.
Alle Mannschaften freuen sich über gefüllte Zuschauerränge. Sollte Interesse bestehen, ein Spiel des MTV Geismar zu besuchen, dann finden Sie auf den Seiten der Mannschaften den passenden Link zum aktuellen Spielplan, zudem bietet der Heimspielplan einen Gesamtüberlick. Über das Geschehen auf und neben dem Spielfeld können Sie sich auf dieser Seite informieren unter unter Termine gibt es einen Veranstaltungskalender.
Die Rückrunde in der Landesliga Braunschweig ist noch im vollen Gange und die erste Herren befindet sich aufgrund einer 6:0-Serie sowieso gerade im Stimmungshoch, da läuft die nächste Nachricht über den Ticker, die eine Feier durchaus rechtfertigen würde. Exklusiv auf der MTV-Homepage können wir verkünden, dass es dem MTV gelungen ist, den neunzehnfachen peruanischen Juniorennationalspieler Hector Lita für die kommende Saison unter Vertrag zu nehmen.
Der 21-jährige Lita ist auf sämtlichen Rückraumpositionen einsetzbar und sollte den bestehenden Kader nicht nur ergänzen, sondern verstärken. Trainer Kemke über den Neuzugang: „Hector ist ein Spieler mit vielen Facetten, er wird die Mannschaft nicht nur durch seinem enormen Hammer bereichern, sondern zeichnet sich vor allem durch einen guten Wurf und überragendes Spielverständnis aus. In der Abwehr agiert er manchmal noch etwas ungestüm, zeigt aber auch dort vielversprechende Ansätze.“ Auch Manager Erwin Weil bereiten die kleinen Defizite Litas in der Defensive keine Kopfschmerzen, da „der MTV mit Dominik Kemke einen Trainer an der Seitenlinie hat, der jahrelang auf höchstem Niveau als Abwehrchef agiert hat und seine Erfahrung sehr gut zu vermitteln weiß“, so Weil. Zudem sollten „wir das Glas immer als halbvoll und nicht als halbleer betrachten und einfach mal ein Fass aufmachen, weil wir solch einen Transfer tätigen konnten.“ Der MTV sei immer noch nicht in der Lage, fertige Spieler vom Transfermarkt in den Süden Göttingens zu lotsen und müsse auf Spieler mit Perspektive setzen. Ein weiteres Plus ist, dass Hector durch seine Teilnahme an den panamerikanischen Spielen bereits im Umgang mit Drucksituationen geschult ist und internationale Erfahrung ins Feld führen kann, die gerade in engen Spielen sehr wertvoll sein kann.
Der 193 cm lange Modellathlet wird beim MTV nicht als Vollprofi agieren, sondern nebenher eine Ausbildung zum Brauereimeister bei der Einbecker-Brauerei absolvieren, was seinen neuen Teamkollegen sicher gefallen dürfte. Vermittelt wurde der Ausbildungsplatz von Alexander Brauschke, der als Aktionär gute Kontakte zur Konzernspitze pflegt.
Mit diesem Transferkracher betritt der MTV absolutes Neuland. Wurde in der Vergangenheit verstärkt auf die vereinseigene Nachwuchsakademie gesetzt, um die Entwicklung der 1. Herren voranzutreiben, möchte die Vereinsführung mit diesem Transfer ein Zeichen setzen, dass die beim vergangenen Paul-Otto-Turnier angekündigte Professionalisierung der Handballabteilung nun tatsächlich forciert wird und das Ziel, den Handball im Raum Göttingen mit „möglichst mehreren Aufstiegen in Serie“, so diktierte es Abteilungsleiter Schwerdt der Journaille in die Blöcke, wieder salonfähig zu machen. Auch Dieter Jesper, in seiner Funktion als Vorsitzender des Fördervereins Verfechter des Einsatzes von Eigengewächsen, kann sich nach anfänglicher Skepsis mit dem Transfer anfreunden. „Auch wenn Hector kein Eigengewächs ist, handelt es sich um einen Spieler mit Perspektive, der sich in unserem Verein noch weiterentwickeln wird. Damit passt er gut in unser Konzept. Trotz seiner Jugend hat er schon internationale Erfahrung sammeln können und kann den Nachwuchsakteuren aus dem eigenen Stall als Vorbild dienen.“
Der Transfer von Hector Lita war schon länger geplant, bis zum endgültigen Abschluss mussten jedoch einige Hürden genommen werden, speziell die sprachlichen und kulturellen Unterschiede erschwerten die Verhandlungen erheblich und der Kontakt zu Litas Berater musste über einen Strohmann aufgenommen werden, der mit den Rieten in der peruanischen Provinz betraut ist. Eingefädelt wurde der Deal von MTV-Macher Mesecke und dem Manager der 1. Herren, Erwin Weil, die bemüht sind, Coach Kemke sämtliche Wünsche von den Augen abzulesen, die Qualität des Kaders weiter zu erhöhen sowie den gestiegenen Ansprüchen des Trainers und des Umfeldes gerecht zu werden.
Durch die Tatsache, dass sämtliche Entscheidungsträger beim MTV Geismar weiterhin ehrenamtlich tätig sind und ihrer regulären Arbeit nachgehen, wurde die Verhandlungsführung zusätzlich erschwert, zumal ein erheblicher Zeitunterschied zu überbrücken ist. Ein großer Dank gilt auch an dieser Stelle Alexander Brauschke, der extra seinen Urlaub an der Costa Maya unterbrach und nach Peru reiste, um Lita und dessen Familie bei einigen Gläsern Pisco Sour von den Vorzügen des MTV Geismar zu überzeugen, scheinbar konnte Brauschke, der am Glas stets zu überzeugen weiß, Lita den Verein schmackhaft machen.
Abschließend bleibt zu sagen, dass der gesamte Verein sich darauf freut, Hector in der nächsten Saison in dem roten Trikot des MTV Geismar spielen sehen zu können. Schon bei der Vertragsunterschrift wurde übrigens ausgemacht, dass Lita die Nummer 50 tragen wird.
Wenn alle, ähnlich wie bei den Transferverhandlungen, an einem Strang ziehen, sollte die Integration auf und neben dem Feld schnell vonstattengehen, sodass beide Seiten schnell Freude aneinander haben werden. Lita selber hat der Redaktion versichert, dass er sich zum Trainingsauftakt Zeit für ein ausführliches Interview nehmen wird, damit wir auch den Menschen Hector Lita besser kennenlernen können.
Bis dahin bleibt uns nur zu sagen „Adiós“ und „Hasta Pronto!“
Die Redaktion Zurück
Veröffentlicht von Malte Deiters
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